Das Porzellan der bekannten Manufaktur in Meißen, das so genannte Meißener Porzellan, wird in Europas erster und im 18. Jahrhundert auch führenden Porzellanmanufaktur hergestellt. Bis zum Jahr 1863 wurde es auf der Albrechtsburg in Meißen produziert, danach im eigenen Werk (heute auch mit Porzellanmuseum).
Im Jahr 1710 wurde die Manufaktur als „Königlich-Polnische und Kurfürstlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur“ gegründet. Als “Königlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur Meissen“ ging sie dann 1806 in Staatseigentum über und nannte sich dann ab 1918 „Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen“. Während der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) bis hin zur Wende war die Porzellanmanufaktur dann ein Volkseigener Betrieb (VEB). Seit dem Jahr 1991 ist der offizielle Name „Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH“, mit ihrem Gesellschafter, dem Freistaat Sachsen.
Das Markenzeichen der Meißener Porzellanmanufaktur sind zwei sich kreuzende Schwerter. Die Schwertermarke gibt es seit dem Jahr 1731, als es Pflicht wurde, alle Porzellane aus Meißen mit einer Marke zu versehen. Dies war wichtig zur Kennzeichnung von brauchbarer Qualitätsmarken, aber auch wichtig, um Weißware zu markieren. Dafür werden an den Schwertermarken typische Schleifstriche angezeichnet.
Das Porzellanmuseum zeigt Gefäßformen, Dekor, Figuren aus den letzten Jahrhunderten und berichtet über die Entwicklung des Meißener Porzellans. Ebenso gibt es hier eine Schauwerkstatt, in der Besucher den Prozess des Verzierens direkt mit verfolgen können. Von den Modellmachern bis zum Bemalen – hier erfährt man alles Wissenswerte über die Geschichte und Herstellung des „weißen Goldes“.