Sachsen – eine Vielfalt der Geschichte und Natur

27. Januar 2012

Dresdner Sammlungen und Meißner Porzellan, Baukunst und Geschichte, Zittauer- und Elbsandsteingebirge

Macht man einen Urlaub in Sachsen, fällt einem als erstes das Elbsandsteingebirge ein. Hier kann man in einem der vielen Hotels in Sachsen ind Bad Schandau absteigen. Die Stadt ist heute ein Ferien- und Kurort von großer Bedeutung. Mitte des 14. Jh.s entstand hier die Burg Schomberg, die sodann dem Ort Schutz gab. Schöne Ausflugsziele der Umgebung sind das Felsmassiv der Schrammsteine, das 4 km lang ist sowie der Lichtenhainer Wasserfall. Aber auch der Ort selbst hat viele Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel eine Reihe von einigen alten Fachwerkhäusern sowie die Kirche St. Johannis aus der Spätgotik. Von hier ist es auch nicht weit über Dresden nach Meißen. Diese Stadt war bereits 968 ein Bischofssitz und an diesem strategisch günstigen Ort wurde bereits 40 Jahre früher im Jahr 928 die Burg erbaut. Hieraus entstand sodann eine Marktsiedlung. Der schöne Dom, der noch heute die Stadt bewacht hat einen Chor aus der Gotik und ein Langhaus, welches als Basilika gestaltet wurde. Er entstand im 13. Jh..

Mitten im Elbsandsteingebirge unterhalb des 360 m hohen Tafelberges Königstein liegt der gleichnamige beliebte Fremdenverkehrsort Königstein. Auch hier hat man eine gute Gelegenheit in einem der vielen Hotels in Sachsen zu übernachten. Bekannt wurde der Ort durch die Festung Königstein, die eine 9,5 ha große Anlage hat und wahrscheinlich um 1200 auf dem Tafelberg errichtet und seit dem 16. Jh. zur stärksten Landesfestung in Sachsen ausgebaut wurde. Bis in das 20. Jh. Jahrhundert war diese Festung ein Staatsgefängnis für prominente Gefangene.

Aber bei einem Urlaub in Sachsen sollte man auch Haltmachen am Tor zur Sächsischen Schweiz in Pirna. Die Stadt an der Elbe wird im 13. Jh. erstmals erwähnt und besitzt viele Reize. Malerisch erhebt sich die Festung Sonnenstein über der Stadt.

Wandern in Sachsen

22. Juni 2011

Der Freistaat Sachsen ist neben seiner kulturgeschichtlichen Bedeutung auch ein Naherholungsgebiet sowohl der Deutschen als Besuchern angrenzender Staaten. Die Sächsische Schweiz liegt auch heute noch sowohl auf tschechischen Gebiet als auch auf sächsischen und es kommt nicht selten vor, dass der Wanderer seine Urlaubsgrüße via Kurznachricht unbewusst über ein tschechisches Netz verschickt. Zahlreiche Wanderwege führen durch den Nationalpark Sächsische Schweiz und erlauben dem Wanderer Zutritt in die drei Zonen des Parkes. In Zone 1 und 2 ist der Besucher dazu angehalten die Natur zu respektieren, darf sich aber dennoch relativ frei bewegen. In Zone 3, dem Kernland des Parkes, versucht man aktive und passive Eingriffe des Menschen zu vermeiden, so dass lediglich kleine Wanderpfade mit hohem Schwierigkeitsgrad angelegt wurden um durch das naturbelassene Areal zu führen. Auch für Kletterfreunde gibt es eine große Auswahl an Kletterrouten, die meistens schon über einen idyllischen Wanderweg eingeleitet werden. Etwas unbekannter aber nicht minder schön ist das Zittauer Gebirge, welches ähnliche Landschaftsformen wie die Sächsische Schweiz aufweist aber weniger Besucher anzieht. Beide Regionen sind über die Städte Dresden, Leipzig und Zittau hervorragend zu erreichen und tragen zur Stärkung des gesamtes sächsischen Raumes bei.

Ein weiteres Highlight für Wanderer ist das immer bekannter werdende Grüne Band. Der ehemalige deutsch-deutsche Grenzkorridor wurde seit der Wiedervereinigung der Natur überlassen und hat sich dadurch zu einem einzigartigen Biotop entwickelt. Es berührt neben Sachsen auch die Bundesländer Thüringen, Hessen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg und hat neben der naturräumlichen Bedeutung auch einen symbolischen Wert für einen überregionalen Naturschutz. Auch touristisch gewinnt der auch gerne als „Grünstreifen“ bezeichnete Weg an Bedeutung und kann im gleichen Atemzug wie dem Rheinsteig und dem Europawanderweg 4 genannt werden. Der sächsische Teil ist der ideale Startpunkt, allerdings besteht die Möglichkeit erst im beschaulichen und kulturhistorisch bedeutsamen Harz anzufangen oder ein paar Tage Pause zu machen. Von einem Ferienhaus in Quedlinburg aus kann man dann Tageswanderungen auf den Brocken unternehmen oder die historischen Stadtkerne von Werningerode, Göttingen oder Quedlinburg erkunden.

Weiter im Norden können die Wanderschuhe gegen Paddel eingetauscht werden, da sowohl die Weser als auch die Elbe im frühen Verlauf als Grenzfluss fungierten. Besonders im Bereich des nördlichen Brandenburgs ist ein Kanu eine durchaus zu überdenkende Option, da hier das Gelände meist äußerst naturbelassen ist und auch erfahrenden Wanderern höchste Konzentration abverlangt. Entlang der Lüneburger Heide kann man sich dann so langsam schon mal auslaufen bevor man im Anschluss an den 770 Kilometer langen Fernwanderweg dann an den Stränden der Ostsee entspannen und die Seele baumeln lassen kann.